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Mai02
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Immer wieder wird Deutschland darauf hingewiesen weniger Nitrate in die Umwelt auszubringen. Doch scheinbar interessiert es nicht so wirklich... muss man meinen. Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Trinkwasser und seiner Qualität. Jede Gemeinde lobt ihr Wasser als das Beste der Region. Es sei das bestgeprüftestes Lebensmittel überhaupt. Ja, mag sein, dennoch stellt sich dabei die Frage nach der Einhaltung von Richtwerten. Hierzu gibt es wohl unzählige Sondergenehmigungen und Ausnahmen, um weiterhin das geliebte Nass als Trinkwasser in die Leitungen pumpen zu dürfen. 

Wasser ist LEBEN - es ist unser wichtigstes LEBENSMITTEL überhaupt. 
Gesundes, reines Wasser zu trinken ist "primäre Prävention pur".

Wasser im Alltag: Du reinigst Dich, Deine Kleidung und Wohnung damit. IHerfür ist die Qualität ausreichend. Doch für den Genuss und die Küche tun sich inzwischen viele Fragen auf.

Du wäschst Deine Lebensmittel, wie Obst und Gemüse mit Leitungswasser. Du kochst Deine Gerichte und Getränke, wie Tee und Kaffee damit, ohne darüber nach zu denken. Es ist zunächst selbstverständlich. Ggf. kaufst Du hochwertige Bioware. Doch was passiert in dem Moment, indem es beim Waschen und Kochen in Kontakt mit belasteten Wasser kommt? Bleibt Bio dann Bio? Hast Du Dir darüber schon einmal Gedanken gemacht?

Ich mir schon und deshalb filtern wir Zuhause seit Jahren unser Trinkwasser in der Küche mit einer speziellen Wasseranlage, die zusätzlich Keimfilter integriert hat. Jeder Tropfen, der mit unserem Inneren bzw. unseren Lebensmitteln in Berührung kommt - ist somit rein. Wir haben seither auch keine Magen-Darm-Probleme mehr, die sich ja meist im Frühjahr und Herbst epidemieartig ausbreiten. 

Doch zurück zum Thema. Grundsätzlich stehe ich Medienberichten zunächst wachsam und hinterfragend gegenüber. Denn das was durchsickern darf und abgedruckt wird, ist in irgendeiner Form reklementiert. Es hat alles einen tieferen Sinn. Sei Dir dessen bitte immer bewußt.

Und so komme ich heute auf das Thema  "Wasser" zu sprechen.

Gestern Abend am 01.05.2016 war gab es einen Bericht in den ARD-Nachrichten um 20:15: "die EU verklagt Deutschland" - Unser deutsches Trinkwasser ist erheblich mit Nitrat belastet.


Das ist jedoch nichts Neues, wie man zunächst denkt - es ist hinreichend bekannt... hier ein paar Berichte früherer Zeiten:


EU droht Deutschland mit Klage:
zu viel Nitrat im Trinkwasser. Von Bernhard Walker 
"Bundesweit ist die Belastung durch Nitrat im Grundwasser zu hoch. Ein Grund dafür sind die Unmengen an Gülle,
die in Massentierhaltungen anfallen. Im Südwesten werden die Werte aber weitgehend eingehalten."

 

Das Wasser wird schlecht  18. September 2014  von Fritz Vorholz  die Zeit.de
"160 Millionen Kubikmeter Gülle: in Deutschland verdreckt die Massentierhaltung das Grundwasser. Weil Berlin 
nichts dagegen tut, droht Brüßssel mit Konsequenzen."

 

TV - PLANET E  griff es u.a. am  19.07.2015 [ARCHIV] auf   "Zeitbombe im Trinkwasser"  "Nitrat belastet das Grundwasser
Deutschland gehört zu den größten Trinkwasserverschmutzern in der EU: Kot und Urin aus der Massentierhaltung gefährden unser Wasser. Denn diese Gülle wird auf die Felder gekippt und sickert ins Grundwasser. Die Zahlen sind dramatisch: Der Nitrat-Grenzwert  wird in der Hälfte aller Messstellen in Deutschland nicht mehr eingehalten. Dabei kann der Stoff beim Menschen Krebs auslösen. Brüssel schlägt Alarm." Inzwischen ist Deutschland mit sanktionen und strafen behaftet."

30. April 2016 | 10.12 Uhr  "Brüssel  Zu viel Gülle - EU verklagt Deutschland
Brüssel. Der Musterschüler in Umweltpolitik bekommt beim Trinkwasserschutz eine Sechs. Von Markus Grabitz

Die EU-Kommission verklagt Deutschland vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen der anhaltenden Verschmutzung der Gewässer mit Nitrat. Der Agrarexperte und Europaparlamentarier Martin Häusling (Grüne) sagt: "Es ist peinlich für unser Land, dass wir bestehendes Umweltrecht nicht umsetzen." Der Verband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) spricht von "einer Ohrfeige für die Landwirtschaftspolitik".

Zu viel Nitrat im Wasser ist für Mensch und Umwelt schlecht. Kleine Kinder und ältere Menschen können durch zu viel Nitrat im Trinkwasser krank werden. Hinzu kommt: Die meisten Pflanzen, die hierzulande vom Aussterben bedroht sind, vertragen viel Nitrat nicht.

Das meiste Nitrat gelangt über Kunstdünger, vor allem aber durch Gülle aus der Schweinehaltung in die Gewässer. Laut Umweltbundesamt haben Industrie, Verkehr und Energiewirtschaft zuletzt die Freisetzung von Stickstoff deutlich reduziert. Nicht so die Landwirtschaft. Ihr Anteil an der Stickstoffemission beträgt gut 60 Prozent. Vor allem in Regionen mit intensiver Schweinehaltung erreicht die Nitratbelastung im Grundwasser alarmierende Werte. Dazu passt: Während Nachbarländer die Schweinezucht reduziert haben, entwickeln sich einige Regionen wie etwa um Cloppenburg und Vechta in Niedersachsen zum größten Schweinelieferanten des Kontinents. Bundesweit wächst der Schweinebestand permanent. Lag der Bestand 1995 bei 24 Millionen Tieren, waren es 2015 bereits 28 Millionen. Der Boom bei Biogasanlagen spielt auch eine Rolle. Seit zehn Jahren wird dafür im großen Stil Mais angebaut. Der Mais verträgt als Pflanze viel Dünger. Was die Pflanze nicht aufnimmt, landet im Grundwasser. Hinzu kommt, dass die Abfälle der Biogasanlagen als Dünger wieder auf die Felder gebracht werden. 2012 musste Deutschland an die zuständige EU-Behörde die Meldung machen, dass an 14 Prozent der Messstellen der Nitratgrenzwert von 50 Milligramm pro Liter Grundwasser überschritten wird. An 40 Prozent der Messstellen hat der Wert seit der letzten Messung zugenommen.

Warum tut sich nichts? Bislang scheut sich die Politik, den Bauern schärfere Vorschriften beim Düngen zu machen. Da die Erträge in der Landwirtschaft ohnehin dürftig seien, könne man ihnen das nicht zumuten. Die EU verlangt aber; den Bauern vorzuschreiben, nur so viel Dünger auf die Felder zu bringen, wie der Boden aufnimmt. Das könnte teuer werden: Wer zu viel Gülle produziert, müsste sie entsorgen lassen. Etwa per Tankwagen in andere Regionen fahren. Ein Kenner der Szene: "Das kostet schnell 10.000 Euro." Eine ganz andere Frage sei die Sache mit der Kontrolle. "Selbst wenn wir eines Tages die Vorschriften haben, wer überprüft sie dann?" " Quelle: RP
 

Jetzt kommt es noch dicker... 

"Keine illegale Gülle aus Holland!  Schwein - Ausgabe 05/2010
Holland hat seine Gülle-Exporte nach Deutschland binnen weniger Jahre verdreifacht. Viele Transporte sind illegal. Jetzt schlagen Schweinehalter und Wasserwerke in der Grenzregion Alarm."

Es ist nicht nachvollziehbar, wer hier dahintersteckt, wer was steuert bzw. anpreist. Scheinbar ist es lukrativ.
 

Um so stärker tritt mein Fokus in den Vordergrund. Die Eigenverantwortung und die primäre Prävention des Einzelnen zu stärken und bewußt zu machen, das man es selbst in den Händen hält: 
Nicht nur zu handeln, um zu handeln, wiel alle handeln, sondern zu überlegen, was SINN macht und was nicht. 

Mein Fokus stellt jedem Einzelnen die Frage, willst Du Dich darauf verlassen, was Dritte tun oder unterlassen?  
Oder entscheidest Du für Dich
 - eigene Vorkehrungen zum Schutze Deiner Gesundheit zu unternehmen? 

Wie wirkt sich nun Nitrat im Körper aus?

"Nitrate können auch von einigen Bakterien in Nitrit (NO2) umgewandelt werden, was z. B. in Wasserrohren- und Leitungen, bei stehendem Wasser, der Fall ist. Auch kann Nitrat sowohl im Erdreich, in Lebensmitteln und auch im Körper des Menschen, im sauren Milieu, (z. B. Magen- und Mundschleimhäuten) zu Nitrit reduziert werden.

Nitrate im Trinkwasser und die Umwandlung zu Nitrit?

Nitrit selber ist giftig und an der Bildung der krebserregenden Nitrosamine beteiligt. Chemisch ist die Umwandlung von Nitrat zu Nitrit eine Reduktion, die von der Nitratreduktase, ein in vielen Bakterien und Pilzen vorkommendes Enzym, durchgeführt wird. Ablagerung von Nitrit in den kleinsten Gefäßen, den Kapillaren, können Durchblutungsstörungen verursachen.

Was sind Nitrosamine?

Nitrosamine entstehen aus Nitrit und Aminen (Stickstoffverbindungen, die auch im Körper gebildet werden können). Die Bildung kann nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen. Eine dieser Bedingungen ist ein saures Milieu. Dieses findet sich z.B. im menschlichen Magen und in den Mundschleimhäuten. Nitrosamine sind in hohem Maße krebserregend.

Nitrate im Trinkwasser und das Risiko der Blausucht bei Säuglingen

Die Darmflora des Säuglings kann (wie die Darmflora eines Erwachsenen) Nitrit bildende Bakterien enthalten. Das entstehende Nitrit oxidiert das Hämoglobin zu Methämoglobin, welches der Säugling aufgrund seiner noch nicht ausgereiften Reduktionskapazität nicht wieder zu Hämoglobin rückreduzieren kann, so dass der Säugling von innen erstickt.

Das giftige Nitrit kann den roten Blutfarbstoff Hämoglobin in Methämoglobin umwandeln (Oxydation). Dadurch ist keine Sauerstoffabgabe an das Gewebe mehr möglich und es besteht, je nach Dosis, die Gefahr des inneren Erstickens, auch bekannt als Zyanose oder Blausucht. Besonders Säuglinge bis zum 6. Monat sind anfällig für eine „Säuglings-Blausucht“ (Methämoglobinämie). Diese Erkrankung hat ihren Namen von der sich bei einer Vergiftung einstellenden bläulichen Verfärbung der Lippen und Haut des Säuglings. Dieser Effekt rührt daher, dass das Nitrit den roten Blutfarbstoff (das Hämoglobin) blockieren kann. Hämoglobin transportiert normalerweise den über die Lunge eingeatmeten Sauerstoff zu den Zellen. Wenn Nitrit das Hämoglobin allerdings blockiert hat, droht beim Säugling akute Erstickungsgefahr."  Quelle Wasserklinik.com

Du siehst zum Thema Wasser gibt es sehr Vieles zu berichten und zu sagen, was Du in der Regel noch nicht gehört hast... Es wird hierzu in Kürze Webinare + Vorträge geben. Schaue, bitte regelmäßig in meinen Blog - hier werden die Terminhinweise zu finden sein.

 

Themen, die bewegen + fordern - wenn Du mehr an Details wissen möchtest, so nimm bitte Kontakt zu mir auf,
energiereiche Grüße

Sabine 

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